Das Dorf Erwitzen
 
Bereits im 1300 Jahrhundert ist eine Pfarrei in Erwitzen belegt. Der erste urkundlich genannte Pfarrer in Nieheim, Gotfried von Ermwordessen, ernannte seinen Neffen, Siegfried, Kaplan in Nieheim, zum ersten Pfarrer in Erwitzen. Durch eine Urkunde vom 23. Februar 1300 erhielt Erwitzen den Status einer Pfarrkirche als "Tochter-Pfarrei" von Nieheim. Damit war die Burgkapelle der "Ritter von Ermwordessen" (Erwitzen) eine Pfarrkirche geworden. Die letzte Ernennung eines Pfarrers erfolgte am 17. September 1500 durch den Abt Valentin von Marienmünster. Dann schweigen die Quellen. Im Jahre 1532 berief der Abt von Marienmünster die in den Kloster-Pfarreien wirkenden Mönche in den Konvent zurück. In den folgenden dreißig Jahren waren Diözesanpriester in den Gemeinden mit der Wahrnehmung der Seelsorge betraut. Wahrscheinlich erhielt das kleine Dorf Erwitzen keinen eigenen Seelsorger mehr. Die Pfarrei wurde der Pfarrgemeinde Pömbsen eingegliedert. 1569 wird der Erwitzer Kirchhof letztmalig urkundlich erwähnt. In der Folgezeit wird die Kirche und die Burg in Erwitzen zerstört und dann nicht wieder aufgebaut.
 
In literarischen Kreisen ist Erwitzen bekannt als der Geburtsort des Dichters Peter Hille. In seinem Geburtshaus befindet sich heute die Peter-Hille-Gesellschaft.