Lange hatte der bekannte TV-Entertainer Hape Kerkeling die Warnzeichen des
eigenen Körpers ignoriert, da erlitt er einen Gehörsturz und außerdem musste
er sich einer Gallenoperation unterziehen. Hinzu kam ein Burnout-Syndrom, das
ihn quälte und seinen bisherigen Weg zu überdenken zwang. Er machte sich auf
die Suche und hatte ein für ihn entscheidendes Erlebnis, eher zufällig –
oder doch geführt: In einer Buchhandlung fand er das Buch über den „Weg der
Freude".
Nach einer Erholungspause macht sich Kerkeling im Sommer 2001 auf den Weg,
auf den Jakobsweg, einen fast 800 Kilometer langen Pilgerweg durch Spanien. Er
geht auf die Suche. Was er sucht, weiß er zunächst nicht; ob er etwas findet,
auch nicht; und ob er das Ziel erreicht, sowieso nicht. Aber in seinem Fall –
wie bei vielen Jakobs-Pilgern – ist der Weg das Ziel.
Hape Kerkeling führt Tagebuch, übrigens erstmals in seinem Leben. Später
veröffentlicht er seine Erfahrungen als Buch mit dem Titel „Ich bin dann mal
weg" (Malik-Verlag 2006). Das Buch wird schnell zum Bestseller. Mit Charme,
Witz und Blick für das Besondere nimmt Kerkeling den Leser mit auf die Reise.
Er gibt Einblick in seine Erfahrungen, Strapazen, Grenzen und nicht zuletzt
seine ganz eigene Nähe zu Gott. Der schrullige TV-Entertainer gibt ehrlich
Einblick in sein Suchen, Denken und in seine erfrischend ernsthaften Einsichten
über das Wesen von Welt und Mensch. In seiner Weise hat er Gott gefunden. Daran
lässt er den Leser humorvoll, aber ehrlich und überzeugend teilhaben. Ohne
einen Lobgesang auf den gefundenen Glauben an Gott anzustimmen, stellt er doch
fest, wie klein und einfach Wunder sein können.
Auf seinen Weg lässt er unaufdringlich all die mitkommen, die sonst
skeptisch sind gegenüber philosophischen, theologischen oder gar komplizierten
Belehrungen.
Michael Spitz
Sei besiegelt durch die
Gabe Gottes,
den Heiligen Geist!